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Warnlagebericht für Deutschland

WARNLAGEBERICHT für Deutschland

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Samstag, 25.11.2017, 02:18 Uhr


Im Schwarzwald sowie in Teilen der zentralen Mittelgebirge markanter Dauerregen. Kommende Nacht Bodenfrost mit Glättegefahr.


Entwicklung der WETTER- und WARNLAGE für die nächsten 24 Stunden
bis Samstag, 25.11.2017, 21:00 Uhr:


Eine Luftmassengrenze liegt diagonal über Deutschland. Sie trennt sehr milde Meeresluft im Südosten von polarer Meeresluft im Nordwesten. Im Laufe des Wochenendes setzt sich die polare Meeresluft im gesamten Vorhersageraum durch.  

In der Frühe kommt es in einem breiten, von West- und Südwestdeutschland bis hinüber nach Brandenburg und Sachsen reichenden Streifen zu weiteren Regenfällen, die sich von Nordostfrankreich und Belgien her verstärken. Im Schwarzwald sowie im und um den Thüringer Wald herum (bis hinüber zum Westerzgebirge) stellt sich eine Dauerregenlage ein (bzw. hat sich schon eingestellt). Bis Samstagabend können dort gebietsweise 30 bis 40 Liter pro Quadratmeter (l/qm) Regen fallen, in Staulagen des Schwarzwaldes auch bis zu 70 l/qm. 
Ansonsten treten stürmische Böen oder Sturmböen um 75 km/h (8-9 Bft) nur noch in höheren Lagen des südlichen Berglandes auf, in tieferen Lagen sind keine Windböen zu erwarten. 
Darüber hinaus kann es im nordwestdeutschen Binnenland vereinzelt geringen Luftfrost oder zumindest Bodenfrost geben. Örtliche Glätte durch gefrierende Nässe kann dabei ebenso nicht ausgeschlossen werden wie lokale Nebelfelder. Weiterhin kann es in den Frühstunden an der Nordsee vereinzelt kurze Gewitter geben. 

Am Samstag hält die Dauerregenlage in den genannten Mittelgebirgsregionen zunächst noch an. Allgemein fällt in der Südosthälfte vielerorts Regen, der sich später aber mehr und mehr in den äußersten Osten und Südosten zurückzieht. Dahinter folgen noch ein paar Schauer, an der Nordsee auch kurze Graupelgewitter. Von Nordwesten her sinkt die Schneefallgrenze bis zum Abend kontinuierlich ab auf etwa 600 bis 400 m. dabei können in den höheren Lagen einiger Mittelgebirge (Oberharz, Thüringer Wald, Erzgebirge, Schwarzwald) durchaus 5 bis 10 cm Neuschnee zusammenkommen. In den übrigen Mittelgebirgen wird weniger Neuschnee erwartet. 
Im Süden Deutschlands frischt der westliche Wind vorübergehend auf, dort kann es steife Böen bis 60 km/h (7 Bft) bis in tiefe Lagen geben. Im höheren Bergland sind Sturmböen von 70 bis 85 km/h (8 bis 9 Bft), auf einigen Alpengipfeln vorübergehend auch schwere Sturmböen bis 100 km/h (10 Bft) zu erwarten.

In der Nacht zum Sonntag gibt es in der Südhälfte, vor allem im Bergland, noch etwas Schnee. An den Alpen können nochmals über 5 cm Neuschnee bis Sonntagfrüh fallen. An der Nordsee gibt es Regenschauer, vereinzelt kann es auch einen Graupelschauer oder ein kurzes Gewitter geben. 
Der Wind ist vor allem an der Küste weiterhin ein Thema. Nach vorübergehenden Abflauen nimmt er in der Nacht zu und erreicht in Böen Stärke 7 bis 8, exponiert auch Stärke 9. Dagegen lassen die steifen bis stürmischen Böen auf den Alpengipfeln in der Nacht nach. Weiterhin gibt es verbreitet Bodenfrost, im Bergland und südlich der Donau auch Luftfrost mit der entsprechenden Straßenglätte.   


Aktuell sind folgende Warnungen in Kraft:

WIND/STURM: Hochlagen Schwarzwald, Alpen Sturmböen 8-9 Bft, exponiert 10 Bft aus südlichen bis westlichen Richtungen. 

DAUERREGEN: Schwarzwald, östliche Mitte ab Freitagnachmittag bis Samstagabend Dauerregen. Dabei 30 bis 40, in Staulagen des Schwarzwalds bis 70 l/qm Regen.

NEBEL: Gebietsweise Nebel mit Sichtweiten unter 150 m.

GLÄTTE: Im Norden gebietsweise Glätte durch überfrierende Nässe.



Nächste Aktualisierung: spätestens Samstag, 25.11.2017, 05:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Rolf Ullrich